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<title>Pluriarc</title>
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<p><b>Pluriarc</b> (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a>, abgeleitet von <a href="Latein" title="Latein">latein</a> <i>plures</i>, „mehrere“ und <i>arcus</i>, „Bogen“) bezeichnet eine Gruppe von mehrsaitigen <a href="Musikbogen" title="Musikbogen">Musikbögen</a>, die auch als <b>Bogenlaute</b> klassifiziert werden und in der <a href="Traditionelle_afrikanische_Musik" title="Traditionelle afrikanische Musik">schwarzafrikanischen Musik</a> verbreitet sind. An einem gemeinsamen <a href="Resonanzk%C3%B6rper" title="Resonanzkörper">Resonanzkörper</a>, der aus einem Holzkasten, einer <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebasse</a> oder gelegentlich aus einem Blechkanister besteht, sind zwei bis acht Saitenträger für jeweils eine Saite in unterschiedlicher Tonhöhe befestigt. Die Saiten werden meist unverkürzt mit den Fingern oder mit einem <a href="Plektrum" title="Plektrum">Plektrum</a> an einem Finger gezupft.
</p><p>Die vier typologisch getrennten Verbreitungsgebiete liegen an der afrikanischen Atlantikküste und erstrecken sich von <a href="Ghana" title="Ghana">Ghana</a> im Nordwesten (Gruppe&nbsp;NW) über <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a>, <a href="Kamerun" title="Kamerun">Kamerun</a> (Gruppe&nbsp;N), <a href="Gabun" title="Gabun">Gabun</a>, <a href="Republik_Kongo" title="Republik Kongo">Republik Kongo</a> (Gruppe&nbsp;C) bis nach <a href="Angola" title="Angola">Angola</a> im Süden (Gruppe&nbsp;S). Von afrikanischen Sklaven mitgebrachte Pluriarcs wurden darüber hinaus bis Ende des 19. Jahrhunderts in <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> verwendet.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform">Bauform</h2></div>
<p>Ein Musikbogen besteht aus einem gebogenen und biegsamen Saitenträger, zwischen dessen beiden Enden eine Saite gespannt ist. Eine Variante dieser Grundform eines Saiteninstruments ist der Musikstab, auch Stab<a href="Zither" title="Zither">zither</a>, über dessen geraden starren Saitenträger eine oder mehrere Saiten in einem gewissen Abstand verlaufen. In seltenen Fällen gibt es Musikbögen mit mehreren Saiten an einem stark gekrümmten Saitenträger. Ein Beispiel ist der dreisaitige <i>ekidongo</i>, der in <a href="Uganda" title="Uganda">Uganda</a> nur von Männern solistisch gespielt wird.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er unterscheidet sich von der einfachsten Form einer Bogen<a href="Harfe" title="Harfe">harfe</a> nur dadurch, dass der Saitenträger nicht mit einem Resonanzkasten organisch verbunden ist. Stattdessen besitzen alle Musikbögen und Stabzithern einen separaten, abnehmbaren Resonanzkörper, der an einer Stelle mit dem Saitenträger fest verschnürt ist oder erst während des Spiels in Kontakt gebracht wird.
</p>

<p>Pluriarcs sind mehrsaitige Musikbögen, bei denen mehrere Saitenträger mit einem Resonanzkörper fest verbunden sind und die sich astartig im Raum oder gabelartig in einer Ebene ausdehnen. Die Einteilung als Bogenlauten innerhalb der Kategorie der <a href="Lauteninstrumente" class="mw-redirect" title="Lauteninstrumente">Lauteninstrumente</a> in der <a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a> setzt voraus, dass die Saiten parallel zur <a href="Decke_(Saiteninstrument)" title="Decke (Saiteninstrument)">Decke</a> des Resonanzkörpers verlaufen, was nicht bei allen Typen der recht vielfältigen Instrumentengruppe der Fall ist.
</p><p>Die erste Abbildung eines Pluriarcs findet sich im 1619 erschienenen zweiten Band des <i><a href="Syntagma_musicum" title="Syntagma musicum">Syntagma musicum</a></i> von <a href="Michael_Praetorius" title="Michael Praetorius">Michael Praetorius</a>. Der Musikgelehrte hielt das dargestellte Instrument für indianischen Ursprungs und untertitelte die Zeichnung mit „Indianische Instrumenta am clang den Harffen gleich“. Tatsächlich dürfte es von der Küste Gabuns gestammt haben. 1470 waren dort die ersten Europäer gelandet und hatten bald Handelskontakte geknüpft. Im Bereich Gabun-<a href="Kongobecken" title="Kongobecken">Kongo</a> wird auch der Ursprung der Pluriarcs vermutet. Die heutigen <a href="Bat%C3%A9k%C3%A9" title="Batéké">Batéké</a> verwendeten noch Ende des 19. Jahrhunderts eine Form des Pluriarc mit acht Saiten, die sich von der bei Praetorius abgebildeten kaum unterschied.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Den Begriff „Pluriarc“ führte 1919 der aus der <a href="Romandie" title="Romandie">französischsprachigen Schweiz</a> stammende Anthropologe und Rassentheoretiker George Montandon in seiner kulturgeografischen <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Klassifikation der Musikinstrumente</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ein.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darin ordnete er die Musikinstrumente bestimmten „Zivilisationszyklen“ zu.
</p><p><a href="Bernhard_Ankermann" title="Bernhard Ankermann">Bernhard Ankermann</a> katalogisierte Ende der 1890er Jahre zusammen mit <a href="Fritz_Graebner" title="Fritz Graebner">Fritz Graebner</a> die in der Afrikaabteilung des <a href="Ethnologisches_Museum" title="Ethnologisches Museum">Berliner Völkerkundemuseums</a> vorhandenen Pluriarcs. In <i>Die afrikanischen Musikinstrumente</i> (1901) klassifiziert Ankermann die Pluriarcs nach der Art, wie die Saitenträger am Resonanzkörper befestigt sind, in drei Gruppen: Bei der ersten und zahlreichsten Gruppe (VIa) sind die Saitenträger am Ende an einer Leiste unter dem Korpusboden eingeklemmt und verlaufen zunächst am Boden entlang und dann an der gegenüberliegenden Seite in einem Bogen nach oben. Sie kommt vom Fluss <a href="Ogoou%C3%A9" title="Ogooué">Ogooué</a> in Gabun südwärts über das <a href="Kongobecken" title="Kongobecken">Kongobecken</a> bis in den Norden Angolas vor. Ankermann unterteilt diese Gruppe weiter nach der Form des Resonanzkastens, der (1) auf der Seite der Saitenträger spitz zulaufend (<i>lukonde</i> der <a href="Kuba-F%C3%B6deration" title="Kuba-Föderation">Bakuba</a>), (2) rechteckig mit flacher Decke, gerader Rückwand und einwärts gebogenen Seitenteilen gegenüber oder (3) langrechteckig mit überstehender, aufgenagelter Decke sein kann. Die zweite Gruppe (VIb) besitzt einen unten offenen Kasten aus zusammengebundenen Brettern in Form eines Pyramidenstumpfes. Zwei Instrumente vom unteren <a href="Niger_(Fluss)" title="Niger (Fluss)">Niger</a> in <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a> haben acht Saiten, ein weiteres Instrument aus dem Süden <a href="Kamerun" title="Kamerun">Kameruns</a> besitzt fünf Saiten. Bei der dritten Gruppe (VIc) sind die Saitenträger durch eine Stirnseite in den Kasten hineingesteckt. Hierzu gehört eine Form mit einem dreieckigen Kasten, der aus zwei seitlichen Holzplatten und einer aufgeklebten oder angebundenen Decke besteht. Diese Instrumente mit fünf oder sieben Saiten sind an der hinteren Seite offen. Bei der anderen Form ist der rechteckige Resonanzkasten aus sechs Brettern mit Holzstiften zusammengenagelt. Diesem Typ ordnet Ankermann drei Exemplare zu: ohne Schallloch, ein Schallloch im Deckel, eines im Boden. Diese Gruppe kommt südlich des Flusses <a href="Kunene_(Fluss)" title="Kunene (Fluss)">Kunene</a> im Norden <a href="Namibia" title="Namibia">Namibias</a> und Süden Angolas vor.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Später wurden diese drei Gruppen nach ihren Verbreitungsgebieten als Nord- (N), Zentral- (C, <i>central</i>) und Südgruppe (S) bezeichnet. Dies entspricht auf die hauptsächlichen Ethnien bezogen grob den <a href="Edo_(Volk)" title="Edo (Volk)">Edo</a> und <a href="Fang_(Ethnie)" title="Fang (Ethnie)">Fang</a> (N), <a href="Bantu" title="Bantu">Bantu</a> (C) und <a href="Khoisan" title="Khoisan">Khoisan</a> (S). Åke Norberg (1989)<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> unternahm, auf der Grundlage von Ankermann, eine weitere Differenzierung in fünf Gruppen:
</p>
<ol><li>Die Saitenträger sind in Löcher an einer Stirnseite des Resonanzkastens gesteckt.</li>
<li>Die Saitenträger verlaufen an der Unterseite durch das Innere des Resonanzkastens.</li>
<li>Die Saitenträger sind außen an der Unterseite des Resonanzkastens befestigt.</li>
<li>Die Saitenträger sind in den Resonanzkasten hineingesteckt.</li>
<li>Die Saitenträger sind am vorderen Ende des Resonanzkastens befestigt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ol>

<p><a href="Gerhard_Kubik_(Musikethnologe)" title="Gerhard Kubik (Musikethnologe)">Gerhard Kubik</a> (2001) fasst die Pluriarcs in zwei Hauptgruppen zusammen: (1) Die Saiten verlaufen parallel zur Decke und die Saitenträger sind in Löcher auf der Oberseite des Resonanzkastens gesteckt (Ankermann VIc, Norberg 1 und 4). (2) Die Saiten verlaufen in einem Winkel geneigt zur Decke und die Saitenträger sind an der Unterseite des Resonanzkastens befestigt oder ragen teilweise in diesen hinein (Ankermann VIa und VIb, Norberg 1 und 3). Daraus resultieren unterschiedliche Methoden der Saitenstimmung.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Pluriarcs in der zentralen Verbreitungsregion (C) am gründlichsten untersucht. Es gibt eine Form, die sich nicht den genannten Gruppen zuordnen lässt und an der Küste <a href="Oberguinea_(Guinea)" title="Oberguinea (Guinea)">Oberguineas</a> vorkommt. Sie wird als Nordwestgruppe (NW) bezeichnet und besteht aus Bambusstäben als Saitenträger, die in eine große <a href="Kalebasse" title="Kalebasse">Kalebasse</a> gesteckt sind. Darüber hinaus werden weitere regionale Formen erwähnt.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Resonanzkörper besteht häufig aus einem innen ausgehöhlten Holzstück mit einer Holzplatte als Decke, die mit Holzstiften oder Nägeln befestigt oder mit Baumharz angeklebt ist. Bei einigen zentralafrikanischen Pluriarcs wurden die Ränder zwischen Decke und Korpus mit Pflanzenmaterial und Harz abgedichtet. Die <a href="Ovambo" title="Ovambo">Ovambo</a> in Südangola schnüren die Decke mit Pflanzenfasern oder Hautstreifen auf den Korpus. Die Bögen werden entweder unten zugespitzt und an der Stirnwand des Kastens eingesteckt oder längs hindurchgeschoben. Bei einem fünfsaitigen Exemplar der <a href="Kenyang" title="Kenyang">Kenyang</a> im Westen Kameruns, das 1908 in Berlin archiviert wurde, verlaufen die Bogenstäbe seitlich außen an der Unterseite entlang. Bei vielen Pluriarcs werden die Bogenstäbe durch ein mit Pflanzenfasern befestigtes Querholz in eine parallele Richtung gebracht und stabilisiert.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Saiten bestanden früher überwiegend aus Pflanzenfasern, das heute zunehmend durch Draht ersetzt wird. Zum Stimmen werden die Saiten mit weniger oder mehr Spannung neu am Bogenende aufgewickelt. In Südangola dreht der Spieler die Bögen zur Seite oder zieht sie etwas aus dem Korpus heraus, um einen höheren Ton zu erzielen. Die <a href="Sira_(Sprache)" title="Sira (Sprache)">Sira</a>-Sprecher in Gabun beispielsweise spannen ihren <i>nsambi</i> mit Stimmschlingen, die sie um die Saiten und die Bogenspitzen wickeln. Wird die Stimmschlinge verschoben, ändert sich nicht nur die Länge, sondern auch die Position der Saite.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Manche Spieltechniken des Pluriarc kommen auch bei einsaitigen Musikbögen vor. Der Spieler positioniert den Pluriarc üblicherweise waagrecht mit den Saiten vom Körper weg. Falls der Resonator aus einer Kalebassenhälfte besteht, wird diese mit der offenen Seite gegen die Brust oder den Bauch gehalten und rhythmisch näher herangeführt oder gelegentlich aufgesetzt. Dadurch ändert sich das Volumen der in Schwingungen versetzten Luft in der Kalebasse, wodurch sich Lautstärke, Klang und Tonhöhe beeinflussen lassen. Eine solche Klangmodulation wird in Afrika auch bei der Kerbstegzither <i><a href="Mvet" title="Mvet">mvet</a></i> und bei einigen <a href="Lamellophon" title="Lamellophon">Lamellophonen</a> praktiziert, außerhalb des Kontinents dagegen sehr selten. Ausnahmen mit dieser Spielweise sind die jemenitische Stieltrommel <i><a href="Sahfa" title="Sahfa">sahfa</a></i> sowie die im indischen Kulturkreis eine Randexistenz führenden Stabzithern <i><a href="Tuila" title="Tuila">tuila</a></i> und <i><a href="Kse_diev" title="Kse diev">kse diev</a></i>. In manchen Regionen werden die Saiten mit dem Finger verkürzt, um mehrere Tonhöhen pro Saite hervorzubringen. Zum Klang vieler Pluriarcs gehört ein Rasselgeräusch, das durch angehängte Metallplättchen an den Bogenspitzen oder durch entlang der Bögen befestigte kleine, mit Getreidekörnern gefüllte Gefäß<a href="Rassel" title="Rassel">rasseln</a> erzeugt wird.
</p><p>Pluriarcs lassen sich klar von Saiteninstrumenten einfacher Bauart unterscheiden, bei denen mehrere Saiten an einem Saitenträger befestigt sind. Schwieriger wird die Klassifizierung einiger Formen innerhalb dieser seltenen Gruppe. Der dreisaitige Musikbogen <i>ekidongo</i> besteht aus einem halbrund gebogenen Holzstab, zwischen dessen Armen die drei Saiten in einer Ebene liegen. Beim Spielen wird der <i>ekidongo</i> auf einen separaten Resonator (umgedrehten Metalltopf) aufgesetzt. Prinzipiell die gleiche Saitenanordnung hat ein Saiteninstrument namens <i>juru</i> der <a href="Baule_(Volk)" title="Baule (Volk)">Baule</a> in der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a>. Das Instrument hat sechs parallele Saiten, die zwischen einen ähnlich rund gebogenen Stab gespannt sind, der jedoch aus einer Astgabel gefertigt wurde, weshalb es in der Literatur als <i>forked harp</i> („Gabelharfe“) erwähnt wird. Als Schallverstärker dient eine in der Mitte (am Stammende der Gabel) festgebundene Kalebassenhälfte, die der Musiker mit der Öffnung gegen seinen Oberkörper hält.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei den <a href="Lobi" title="Lobi">Lobi</a> in <a href="Burkina_Faso" title="Burkina Faso">Burkina Faso</a> hat diese <i>kulõjo</i> (<a href="Internationales_Phonetisches_Alphabet" title="Internationales Phonetisches Alphabet">IPA</a>-Umschrift) genannte Harfenart fünf Nylonsaiten und bei den Kaansa-Sprechern in der Provinz <a href="Poni" title="Poni">Poni</a> im Südwesten von Burkina Faso hat die <i>koniɲã</i> sechs Nylonsaiten.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die einfachste Konstruktion eines unverbundenen Pluriarc zeigt das Foto eines Mädchens der Plateau <a href="Tonga_(Ethnien)" title="Tonga (Ethnien)">Tonga</a>, das <a href="Hugh_Tracey" title="Hugh Tracey">Hugh Tracey</a> in <a href="Nordrhodesien" title="Nordrhodesien">Nordrhodesien</a> (heute <a href="Sambia" title="Sambia">Sambia</a>) wohl in den 1950er Jahren aufnahm. Die junge Musikerin hat zwei mit einer Saite zu einem Halbkreis gespannte Stäbe mit den Saiten in waagrechter Position nebeneinander mit den Mitten der gebogenen Stäbe auf den Boden einer umgedrehten Waschschüssel aus Blech gestellt und drückt die Bogenstäbe durch einen quer darüber gelegten geraden Holzstab, den sie unter ihren Knien durchgeschoben hat, nach unten auf die als Resonator dienende Schüssel. Mit der linken Hand zupft sie an der linken Saite einen Bordunton. Ein Ende des rechten Bogens fixiert sie unter ihrem Kinn und produziert drei Töne mit der rechten Hand. Mit zusammen vier Tönen begleitet sie ihren Gesang.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als <a href="Rahmenzither" title="Rahmenzither">Rahmenzither</a> wird nach der Hornbostel-Sachs-Systematik ein Instrument definiert, dessen Saiten zwischen zwei Seiten eines (drei)eckigen Holzrahmens gespannt sind (<i>bagida</i> der <a href="Kru_(Volk)" title="Kru (Volk)">Kru</a>). Die aus einer Astgabel mit Kalebassenresonator gefertigte „Gabelharfe“ wird durch einen zusätzlichen Querstab zwischen den oberen Enden zu einer Rahmenzither. Bei der Rahmenzither <i>do</i> der <a href="Weh" title="Weh">Weh</a> in der Elfenbeinküste ragen die beiden Rahmen spitzwinklig aus einer kugelförmigen Kalebasse. Wenn die Rahmen aus einer halbierten Kalebasse mit einer flachen Decke ragen, ergibt sich eine <a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leier</a>. Die Saiten sind bei einer Leier üblicherweise nicht wie bei der Rahmenzither quer, sondern längs zwischen dem Resonanzkörper am spitzen Ende und der oberen Querstange gespannt. Dies ist ebenfalls bei der fünfsaitigen <i>kipokandet</i> der <a href="Nandi_(Volk)" class="mw-redirect" title="Nandi (Volk)">Nandi</a> in Tansania der Fall, die aus einer Astgabel mit Querholz besteht und konstruktiv eine Mischform aus Rahmenzither und Leier darstellt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>
<p>Das Verbreitungsgebiet der Pluriarcs ist <a href="Subsahara-Afrika" title="Subsahara-Afrika">Afrika südlich der Sahara</a>. Durch den <a href="Atlantischer_Sklavenhandel" title="Atlantischer Sklavenhandel">transatlantischen Sklavenhandel</a> gelangten Elemente der schwarzafrikanischen Musikkultur nach Süd- und Mittelamerika, wo der <i>kissanga</i> in <a href="Kuba" title="Kuba">Kuba</a> und der <i>agwado</i> in <a href="Suriname" title="Suriname">Suriname</a> erhalten geblieben sind. In Afrika kommen Pluriarcs in drei voneinander getrennten Regionen vor: im südlichen Afrika (<a href="Angola" title="Angola">Angola</a>), im westlichen zentralen Afrika (<a href="Kongobecken" title="Kongobecken">Kongobecken</a>) und in Westafrika. Zu letzterer Region gehören einige Ethnien, die an den Grenzen zwischen <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a>, <a href="Sierra_Leone" title="Sierra Leone">Sierra Leone</a>, <a href="Liberia" title="Liberia">Liberia</a> und der Elfenbeinküste leben. Im zentralen Afrika liegt das Verbreitungsgebiet südlich des Bogens, den der <a href="Kongo_(Fluss)" title="Kongo (Fluss)">Kongo</a> bildet und reicht im Osten über den Fluss hinaus. Pluriarcs kennen ferner einige Ethnien in <a href="Kamerun" title="Kamerun">Kamerun</a> und die <a href="Fang_(Ethnie)" title="Fang (Ethnie)">Fang</a> in <a href="Gabun" title="Gabun">Gabun</a>, früher waren sie auch im südwestlichen Teil <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigerias</a> verbreitet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zentrales_Afrika">Zentrales Afrika</h3></div>

<p><i>Bolima</i> ist ein Pluriarc der Ngando und Yasayama in der <a href="Demokratische_Republik_Kongo" title="Demokratische Republik Kongo">Demokratischen Republik Kongo</a>; bei den Ngando im Zentralkongo sind außerdem die Namen <i>bompete</i> und <i>esandju</i> (oder <i>esanjo</i>) bekannt, wobei <i>esanjo</i> im Kongo auch ein <a href="Lamellophon" title="Lamellophon">Lamellophon</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Ekonde und eine Reihe weiterer Ethnien im Kongo kennen einen Pluriarc namens <i>lokombe</i> oder <i>lokombi</i>, bei den <a href="Teke_(Sprache)" title="Teke (Sprache)">Teke</a>-Sprechern <i>lukombe</i>. Ein <i>lokombi</i> diente als Instrument, das Krieger bei Kämpfen anfeuern sollte und als Instrument, das Jägern bei magischen Beschwörungen diente, mit denen sie Jagdtiere anlocken wollten.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die kongolesischen Eso nennen auch ein Lamellophon mit Holzlamellen <i>lokombe</i>. Grundsätzlich kommen Pluriarcs im zentralen Becken des Kongo vor, jedoch nicht im Norden und Osten. Dort werden stattdessen Bogenharfen, Trogzithern und <a href="Xylophon" title="Xylophon">Xylophone</a> gespielt, die wiederum im Verbreitungsgebiet der Pluriarcs fehlen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Teke-Sprecher im Kongo und in Gabun besitzen den großen fünfsaitigen Pluriarc <i>ngwomi</i> (Plural <i>magwomi</i>), der bei den Hum im Kongo <i>ngwim</i> und bei den Yans im Kongo <i>ngwen</i> genannt wird. An seinem rechteckigen Kastenresonator mit aufgenagelter Decke hängen Metallplättchen, die ein schnarrendes Geräusch produzieren. Bei manchen Instrumenten der Teke ist der massive Korpus von hinten ausgehöhlt. Ein Teke kniet beim Spiel und stellen seinen <i>ngwomi</i> diagonal vor sich auf den Boden. Mit der rechten Hand streicht er mit einem Pflanzenbüschel über die Saiten, während er mit den Fingern der linken Hand von der anderen Seite die Saiten dämpft, die nicht erklingen sollen. Diese Spielweise ist von antiken <a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leiern</a> bekannt und wird heute noch bei Leiern am Roten Meer (<i><a href="Simsimiyya" title="Simsimiyya">simsimiyya</a>, kisir, tambūra</i>) und in Äthiopien (<i><a href="Krar" title="Krar">krar</a></i>) angewandt. Beim <i>ngwomi</i> sind je nach Fingerstellung der linken Hand vier Zusammenklänge spielbar.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Namensverwandt ist die achtsaitige Bogenharfe <i>ngombi</i> in Gabun.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als <i>nsambi</i> ist ein fünfsaitiger Pluriarc bei den Lumbu und Punu in Gabun und im Westen Angolas bis in die Wüste <a href="Kalahari" title="Kalahari">Kalahari</a> in <a href="Botswana" title="Botswana">Botswana</a> bekannt. Der <a href="Kapuziner" title="Kapuziner">Kapuziner</a>-Missionar Girolamo Merolla da Sorrento († 1697) kam 1683 in <a href="Luanda" title="Luanda">Luanda</a> (in Angola) an. Wenig später reiste er den <a href="Kongo_(Fluss)" title="Kongo (Fluss)">Kongo</a> flussaufwärts bis zur Missionsstation in Sogno, wo er etwa fünf Jahre lang blieb. 1692 berichtete er in <i>Breue, e succinta relatione del viaggio nel regno di Congo nell Africa meridionale</i> über ein <i>nsambi</i> genanntes Saiteninstrument mit fünf Eisenbögen, die sich beim Spannen der Saiten mehr oder weniger in den Resonanzkörper eingesenkt hätten. Die Saiten bestanden demnach aus Palmblattfasern, die mit beiden Daumen gezupft wurden.<sup id="cite_ref-Fryer84_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-Fryer84-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von den zwölf Illustrationen in diesem Werk zeigt eines eine Reihe von Musikern mit ihren namentlich bezeichneten Instrumenten. Der abgebildete <i>nsambi</i>-Spieler hält das tief klingende Instrument im Sitzen an seinen Bauch gepresst mit den Saitenbögen gegen die linke Schulter gerichtet. Die weiteren Instrumente auf dieser Abbildung sind zwei große Reibebretter, eine einfellige hölzerne <a href="R%C3%B6hrentrommel" title="Röhrentrommel">Röhrentrommel</a> <i>ngaba</i>, die eiserne Bügeldoppelglocke <i>longa</i>, die wie eine <i><a href="Gankogui" title="Gankogui">gankogui</a></i> als Taktgeber fungierte, die <a href="Naturtrompete" title="Naturtrompete">Naturtrompete</a> <i>epugu</i> und eine <i><a href="Marimba" title="Marimba">marimba</a></i> mit 16 Kalebassenresonatoren.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Pluriarc der Punu verfügt über Saiten aus Pflanzenfasern und wird zusammen mit den Schlagstäben <i>obaka</i> zur Begleitung männlicher Gesangsstimmen eingesetzt. Ein im <i><a href="Indiana_University_Bloomington" title="Indiana University Bloomington">Indiana University</a> Art Museum</i> von <a href="Bloomington_(Indiana)" title="Bloomington (Indiana)">Bloomington</a> befindliches Instrument aus dem Süden Gabuns besitzt einen eleganten, an der Unterseite halbrunden Korpus aus einem weichen Holz mit einer flachen Decke, an dessen Boden fünf parallele schlanke Saitenträger ungleicher Länge befestigt sind. Die Saiten aus Pflanzenfasern verlaufen bis zu einem im unteren Bereich der Decke aufgesetzten Steg. An der Oberseite ist zwischen Saiten und Saitenträgern ein vollplastisch geschnitzter Frauenkopf angebracht.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<p>Ende des 17. Jahrhunderts bezeichnete der portugiesische Militär und Historiker <a href="Ant%C3%B3nio_de_Oliveira_de_Cadornega" title="António de Oliveira de Cadornega">António de Oliveira de Cadornega</a> (1623–1690), als er die <a href="%C3%96lpalme" title="Ölpalme">Ölpalme</a> (<i>Elaeis guineensis</i>) beschrieb, den Pluriarc <i>nsambi</i> bei den <a href="Ambundu" title="Ambundu">Ambundu</a> als <i>viola ambunda</i> („Ambundu-Gitarre“). Aus den Blattfasern der Ölpalme fertigte man die Saiten an, die den Aquarellen und Beschreibungen des <a href="Kapuziner" title="Kapuziner">Kapuziner</a>-Missionars <a href="Giovanni_Antonio_Cavazzi_da_Montecuccolo" title="Giovanni Antonio Cavazzi da Montecuccolo">Giovanni Antonio Cavazzi da Montecuccolo</a> (1621–1678) zufolge mit den Fingern gezupft wurden.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Nsambi kizonzolo</i> ist ein Pluriarc mit fünf Saiten und einem rechteckigen Holzkasten der Lari in der <a href="Republik_Kongo" title="Republik Kongo">Republik Kongo</a>. Die Saiten aus <a href="Raphia" title="Raphia">Raphia</a> ragen aus einem rechteckigen Holzkasten. Der Musiker spielt mit beiden Händen und begleitet seinen eigenen Gesang.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei den Sundi im Kongo heißt ein namensverwandtes Instrument <i>ntsambi</i> und bei einigen anderen Ethnien <i>sambi</i>. Ein kleiner Pluriarc der <a href="Lumbu" title="Lumbu">Lumbu</a>-, Vili und <a href="Sira_(Sprache)" title="Sira (Sprache)">Sira</a>-Sprecher im Südwesten Gabuns und der Loango an der Atlantikküste des Kongo wird <i>tsambi</i> genannt und entspricht möglicherweise dem fünfsaitigen <i>nsambi</i> der Punu.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Bembe sind eine Ethnie im Osten den Kongo und im Westen <a href="Tansania" title="Tansania">Tansanias</a> zu beiden Seiten des <a href="Tanganjikasee" title="Tanganjikasee">Tanganjikasees</a>. Sie spielen den Pluriarc <i>ngomfi</i> mit fünf gebogenen Saitenträgern und eine ebenfalls <i>ngomfi</i> genannte Halslaute mit fünf Saiten. Ihr <i>lungunga</i> genannter Musikbogen ist nicht mehr in Gebrauch. Der Pluriarc begleitet Unterhaltungstänze und Lieder. Er ist vermutlich nicht sehr alt und wurde von Völkern aus dem zentralen Kongo, möglicherweise von den <a href="Bat%C3%A9k%C3%A9" title="Batéké">Batéké</a>, Bagangala oder Babembe eingeführt.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Südliches_Afrika"><span id="S.C3.BCdliches_Afrika"></span>Südliches Afrika</h3></div>
<p>Im Südwesten <a href="Angola" title="Angola">Angolas</a> praktizieren die Humbi und Handa, <a href="Bantusprachen" title="Bantusprachen">bantusprachige</a> kleine Ethnien in der <a href="Provinz_Hu%C3%ADla" title="Provinz Huíla">Provinz Huíla</a>, Gesangsstile und Tanzformen, die sich von denen benachbarter Sprachgruppen unterscheiden. Mehrstimmige Gesänge, die mit dem achtsaitigen Pluriarc <i>chihumba</i> (Ankermann, VIc) begleitet werden, basieren wie in anderen Teilen Angolas auf einer <a href="Hexatonik" title="Hexatonik">hexatonischen</a> Skala und in parallelen Terzen verlaufenden Melodielinien. Von Trommeln oder Händeklatschen rhythmisierte Tanzlieder verwenden dagegen eine <a href="Pentatonik" title="Pentatonik">pentatonische</a> Skala. Der <i>chihumba</i>, der auf die musikalische Tradition der <a href="Khoisan" title="Khoisan">Khoisan</a> zurückgeht, wird mit einer Schnur um den Hals in waagrechter Position getragen. Die Bodenseite des massiven Holzkorpus ist offen. Falls sie geschlossen ist, lässt die Decke einen Teil des Korpus unabgedeckt, damit die Saiten am unteren Ende befestigt und ausgetauscht werden können. Zu den weiteren Saiteninstrumenten zählten nach den Beobachtungen von Gerhard Kubik im Jahr 1965 ein Musikbogen mit Kalebassenresonator (<i>mbulumbumba</i>) und die unterschiedlich gespielten <a href="Mundbogen" title="Mundbogen">Mundbögen</a> <i>ohonji</i> und <i>sagaya</i>.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein ähnlicher Pluriarc im Osten Namibias und in <a href="Botswana" title="Botswana">Botswana</a> mit fünf Saiten wird nur von Frauen gespielt. Der Pluriarc <i>kahumba (okaxumba)</i> bei den <a href="Ovambo" title="Ovambo">Ovambo</a> in Namibia hat zwischen fünf und acht Saiten.
</p><p>Die <span lang="khi"><a href="%C7%83Kung" title="ǃKung">ǃKung</a></span> in Botswana nennen <i>/&nbsp;/&nbsp;gwashi</i> einen Pluriarc, der im <a href="Ghanzi_District" title="Ghanzi District">Ghanzi District</a> auch als <i>goroshi</i> oder <i>zhoma</i> bekannt ist. Ein Exemplar, das John Brearley 1982 fand, bestand aus einem Fünf-Liter-Blechkanister, aus dem vier etwa 15 Zentimeter lange gebogene Stäbe herausragten. Die Drahtsaiten waren am Kanister mit kleinen eingesteckten Stiften befestigt, die als Stimmwirbel dienten. Ursprünglich wurde der Resonanzkörper dieses Instruments aus dem weichen und leicht zu bearbeitenden Stammholz eines Mankettibaums (<i>Ricinodendron rautanenii</i>) ausgehöhlt. Seit Blechkanister reichlich verfügbar sind, stellen sie den bequemeren Ausgangspunkt für den Instrumentenbau dar. Der Spieler legt den <i>/&nbsp;/&nbsp;gwashi</i> auf den Boden, wobei die Saitenträger vom Körper weg weisen und zupft mit Daumen und Zeigefinger beider Hände. Die Saiten werden nur leer gezupft. Es geht nicht darum, Harmonien zu entwickeln, sondern um eine rhythmische Gesangsbegleitung.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Westafrika">Westafrika</h3></div>
<p><i>Kondingi</i><sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> heißt ein dreisaitiger Pluriarc der <a href="Susu" title="Susu">Susu</a> und <a href="Temne" title="Temne">Temne</a> in Sierra Leone, der aus drei leicht gebogenen Saitenträgern besteht, die etwa rechtwinklig aus einem konkav gebogenen Holzbrett herausragen. Der Spieler hält das Brett mit der linken Hand, während er mit der rechten Hand die zu einem Punkt am gegenüberliegenden Ende des Brettes gespannten Saiten zupft.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Malinke" title="Malinke">Malinke</a> in Guinea kennen einen <i>ko voro</i> (auch <i>koworo</i>) genannten Pluriarc mit sechs Saiten und einem Kalebassenresonator. Junge Männer begleiten damit ihre Lieder.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <i>ubo akwara</i> der <a href="Igbo_(Ethnie)" title="Igbo (Ethnie)">Igbo</a> in <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a> ist ein rechteckiger Holzkasten, in dessen flacher Decke sich im unteren Bereich ein Schallloch befindet. An der oberen Schmalseite ragen sechs verschieden stark gekrümmte Saitenträger aus einem flexiblen Rohr heraus.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Ubo akwara</i> kann auch eine Laute bezeichnen. Saiteninstrumente und Lamellophone klassifizieren die Igbo allgemein als <i>ubo aka</i>, wie auch speziell ein Igbo-Lamellophon mit Halbschalenresonator heißen kann. Weiter verbreitete Saiteninstrumente in Nigeria sind Bogenharfen und besonders im Norden die einsaitige Spießgeige <i><a href="Goge" title="Goge">goge</a></i>. Im Gebiet des alten <a href="K%C3%B6nigreich_Benin" title="Königreich Benin">Königreichs Benin</a> im Südwesten Nigerias und in <a href="Benin" title="Benin">Benin</a> begleiten sich professionelle Geschichtenerzähler der <a href="Edo_(Volk)" title="Edo (Volk)">Edo</a> auf der siebensaitigen Bogenlaute <i>akpata</i> (Ankermann VIb) oder dem Lamellophon <i>asologun</i>. In <a href="Kamerun" title="Kamerun">Kamerun</a> heißen sechssaitige Pluriarcs <i>komè</i> und <i>paata</i>.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Banga</i> ist ein Pluriarc mit sechs bis neun Saiten, der von den <a href="Kissi_(Volk)" title="Kissi (Volk)">Kissi</a> im Süden von <a href="Guinea" title="Guinea">Guinea</a> gespielt wird. Die ersten beiden Saiten werden im Intervall einer kleinen <a href="Terz_(Musik)" title="Terz (Musik)">Terz</a> zur folgenden Saite gestimmt, auf die dritte bis zur sechsten Saite folgt jeweils eine große <a href="Sekunde_(Musik)" title="Sekunde (Musik)">Sekunde</a>. Die siebte Saite liegt eine <a href="Oktave" title="Oktave">Oktave</a> über der ersten, die achte und die neunte sind wiederum eine große Sekunde höher.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei den Fang in Gabun gab es Anfang des 20. Jahrhunderts einen dreisaitigen Pluriarc mit einem rechteckigen Kasten aus Streifen von <a href="Raphia" title="Raphia">Raphiamark</a>. Die Bogenstäbe bestehen aus dem Stiel von Raphiablättern, die in den Korpus hineingebohrt sind. Aus diesen weichen Raphiaplatten haben <a href="Mabi" title="Mabi">Mabi</a>-Sprecher in Kamerun den Korpus ihres Pluriarc mit Holz- oder Bambusstiften zusammengenagelt. Bei den ähnlichen Instrumenten der Fang und der Mabi sind die Saiten zwischen dem oberen Bogenende und deren unterem Austritt aus dem Korpus gespannt.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zwischen Mitte des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts werden die 895 erhaltenen rechteckigen Benin-Bronzen aus dem ehemaligen <a href="K%C3%B6nigreich_Benin" title="Königreich Benin">Königreich Benin</a> datiert, von denen bei einem Drittel die Figurengruppen Musikinstrumente in den Händen halten. Nur drei der Bronzegüsse – die einzigen abgebildeten Saiteninstrumente – zeigen eine Form eines Pluriarc.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Südamerika"><span id="S.C3.BCdamerika"></span>Südamerika</h3></div>

<p>Der <i>agwado</i> (auch <i>agbado</i>) aus Suriname besitzt drei, an dünnen gebogenen Zweigen befestigte Saiten, die längs durch einen großen Flaschenkürbis geführt werden. Die während der niederländischen Kolonialzeit politisch autonom und kulturell abgeschottet lebenden Aluku, eine zu den <a href="Maroons" title="Maroons">Maroons</a> gehörende Volksgruppe, haben viele Traditionen ihrer afrikanischen Herkunft bewahrt. Der <i>agwado</i> wird zur Begleitung von Solo-Gesängen eingesetzt, häufig werden in den Liedern besitzergreifende Gottheiten angesprochen.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Sklavenhandel von Afrika nach Brasilien begann Ende des 16. Jahrhunderts und fand – befördert durch die Bewegung des <a href="Abolitionismus" title="Abolitionismus">Abolitionismus</a> – mit dem <i>Aberdeen Act</i> 1845 sein Ende.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die meisten afrikanischen Sklaven, die in diesen drei Jahrhunderten nach Brasilien kamen, stammten aus dem Kongobecken und aus der angolanischen <a href="Provinz_Benguela" title="Provinz Benguela">Provinz Benguela</a>, außerdem wurden im 19. Jahrhundert in großer Zahl Sklaven von der <a href="Goldk%C3%BCste_(Westafrika)" title="Goldküste (Westafrika)">Goldküste</a> in die brasilianischen Bundesstaaten <a href="Bahia" title="Bahia">Bahia</a> und <a href="Maranh%C3%A3o" title="Maranhão">Maranhão</a> verschleppt. Die Pluriarcs in Brasilien sind nur noch aus literarischen Quellen bekannt, die ihre Existenz vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts belegen. Entsprechend der Verteilung der afrikanischen Sklaven waren Pluriarcs des zentralafrikanischen Typs (C) in <a href="Rio_de_Janeiro" title="Rio de Janeiro">Rio de Janeiro</a> und des südlichen Typs (S) im Norden Brasiliens verbreitet.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der aus <a href="Bahia" title="Bahia">Bahia</a> stammende Naturforscher Alexandre Rodriques Ferreira (1756–1815) reiste in den 1780er Jahren durch den Norden und das Zentrum der portugiesischen Kolonie Brasilien, wo er die Pflanzenwelt, Landwirtschaft und die Kultur der Bevölkerung beschrieb und in Zeichnungen festhielt. Eine Zeichnung zeigt einen waagrecht gehaltenen, siebensaitigen Pluriarc, den Ferreira als „Gitarre der Schwarzen“ (<i>Viola q. tocaõ os Pretos</i>) bezeichnete. Das aufwendig herzustellende Instrument, das dem heutigen <i>chichumba</i> ähnelte, ist längst von der Gitarre abgelöst worden.<sup id="cite_ref-Fryer84_21-1" class="reference"><a href="#cite_note-Fryer84-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Joaquim Candido Guillobel (1787–1859) und Henry Chamberlain, 2. Baronet (1796–1844), fertigten in Brasilien etliche Aquarelle von aus Afrika eingeführten Pluriarcs, Musikbögen, <a href="Lamellophon" title="Lamellophon">Lamellophonen</a> und einsaitigen Fideln an. Ein Bild von Guillobel zeigt einen Schwarzafrikaner in Rio de Janeiro, der einen riesigen Korb mit Gemüse und Fisch auf seinem Kopf trägt, während er mit beiden Händen einen Pluriarc wohl zur Gesangsbegleitung spielt. Chamberlain kopiert in einer Abbildung den von Guillobel dargestellten Pluriarc-Typ. Er nennt den Porträtierten einen Schwarzen aus dem Kongo, entsprechend gehört das gezeigte Instrument zum Typus Ankermann VIc.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der französische Maler <a href="Jean-Baptiste_Debret" title="Jean-Baptiste Debret">Jean-Baptiste Debret</a> (1768–1848) malte in den 1820er Jahren in Rio de Janeiro ein Aquarell eines Pluriarc, dem er den Titel <i>Viola d’Angola, Musica dos Pretos</i> („Gitarre aus Angola, Musik der Schwarzen“) gab. Das von drei Seiten gezeigte Instrument stammt von den <a href="Bat%C3%A9k%C3%A9" title="Batéké">Batéké</a>, die auf einem Hochland siedelten, das sich vom <a href="Pool_Malebo" title="Pool Malebo">Pool Malebo</a> im Kongo bis in den Südosten Gabuns erstreckt. Hier lag das ehemalige Königreich Anziku (oder Teke).<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kulturelle_Bedeutung">Kulturelle Bedeutung</h2></div>
<p>Laut einem <a href="Afrikanische_Kosmogonie" title="Afrikanische Kosmogonie">Schöpfungsmythos</a> der <a href="Likuba" title="Likuba">Likuba</a>-Sprecher im Westen der Demokratischen Republik Kongo ist der Pluriarc eine Gabe des Himmels und verkörpert Eba Niambe, den ersten Menschen. Eba Niambes zweiter Sohn Esszé verbrachte sein Leben aufgrund einer gewissen Behinderung in einem Dorf, wo er einen Pluriarc spielte, der wiederum ein Geschenk des Himmels war. Esszé konnte außerdem wahrsagen und wurde so zum ersten Musiker und magischen Heiler. Ursprünglich besaß der Likuba-Pluriarc drei Saiten, die ein Haus, ein Boot und den Bauch der Mutter verkörperten.
</p><p>Bei den Vili im Südwesten des Kongo und bei den <a href="Yombe_(Volk)" title="Yombe (Volk)">Yombe</a> zeigt sich ebenfalls die magische Bedeutung des Pluriarc. Ihr Pluriarc <i>nsambi</i> ist ein zentrales Element im religiösen Wahrsagungstanz <i>liboka</i>, weil die Magiepraktiker Pluriarc spielen, während sie mit den Geistern in Verbindung treten. Der Pluriarc <i>ngwomi</i> der Teke dient bei Trauerzeremonien als Bindeglied zur jenseitigen Geisterwelt, wenn der Leichnam des Verstorbenen zur Schau gestellt wird. Nach einem weiteren Bericht aus dem Süden Gabuns begleiten Pluriarcs Heilungsrituale, die bei Erkrankungen durch Fruchtbarkeitsgeister hervorgerufen werden.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei den <a href="Bakongo" title="Bakongo">Bakongo</a> in der Nähe von São Salvador im Norden Angolas gehört der <i>nsambi</i> zum <i>Ndembo</i>-Geheimbund. Er begleitet die Tänze der <a href="Initiation" title="Initiation">Initiierten</a> und darf von Außenstehenden nicht gesehen werden.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Besitzt der Korpus des Pluriarc eine besondere anthropomorphe Form, so gehört er zu einem Ahnenkult.
</p><p>Neben der magisch-religiösen Bedeutung dienten mancherorts Pluriarcs als Symbole eines Herrschers (wie etwa die Naturtrompete <i><a href="Kakaki" title="Kakaki">kakaki</a></i> im islamisierten Norden). In diesen Fällen kommen anstelle der üblicherweise 50 bis 70 Zentimeter großen Instrumente übergroße Pluriarcs vor, die 150 bis 170 Zentimeter lang sind. Ein solcher, mit zunehmender Länge mehr Macht symbolisierender Pluriarc war der fünfsaitige <i>ngwomi</i> der Teke im Osten Gabuns. Ein anderer großer Pluriac ist der <i>ntembe lokombi</i> der <a href="Konda_(Ethnie_in_Afrika)" title="Konda (Ethnie in Afrika)">Konda</a> mit einer Länge von 150 bis 160 Zentimetern. Sein Resonanzkörper ist aus einem Holzblock trogförmig herausgeschnitzt und an der Oberseite mit einer dicken Holzplatte abgedeckt. Er wird an einer um die linke Schulter gehängten Schnur gehalten.
</p><p>Kleinere Pluriarcs werden frei mit beiden Händen vor dem Oberkörper getragen und typischerweise beim Gehen gespielt. Früher wurden Pluriarcs am häufigsten zur musikalischen Unterhaltung auf langen Fußmärschen verwendet.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der leichte und tragbare <i>akpata</i> im Südwesten Nigerias ist nachweislich seit dem vorkolonialen Königreich Benin mit den Geschichtenerzählern der Edo verbunden. Er wird ausschließlich von Männern gespielt.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>József Brauer-Benke: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://real.mtak.hu/10086/1/Pluriarcs.pdf"><i>Pluriarcs in the Sub-Saharan Africa Collection of the Weltmuseum Wien.</i></a> (PDF; 285&nbsp;kB) In: <i>Archiv 61–62, Weltmuseum Wien</i>. Lit Verlag, Wien 2013, S. 151–158</li>
<li>Rogério Budasz: <i>Central-African Pluriarcs and Their Players in Nineteenth-Century Brazil.</i> In: <i>Music in Art</i>, Band 39, Nr. 1–2, Frühjahr–Herbst 2014, S. 5–31</li>
<li><a href="Gerhard_Kubik_(Musikethnologe)" title="Gerhard Kubik (Musikethnologe)">Gerhard Kubik</a>: <i>Pluriarc.</i> In: Laurence Libin (Hrsg.): <i>The Grove Dictionary of Musical Instruments.</i> Band 4, Oxford University Press, Oxford / New York 2014, S. 142f</li>
<li>Ulrich Wegner: <i>Afrikanische Saiteninstrumente.</i> (Neue Folge 41. Abteilung Musikethnologie V.) Museum für Völkerkunde, Berlin 1984, S. 82–92 und 153 f.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bow_lutes?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pluriarcs</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=6duGKa_6zAU"><i><i>Musique primitive 14.</i></i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/1094925543">1094925543</a></span> </div>
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